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21.12.2017
Rombach: Wildschweinpopulation reduzieren
Afrikanischer Schweinepest und Schäden durch Wildschweine
Eine stark angestiegene Population von Wildschweinen sorgt auch im Schwarzwald-Baar-Kreis für Probleme.  Die Schäden für die Landwirtschaft nehmen zu. Auch sind die Tiere nicht ganz ungefährlich für den Menschen. Landtagsabgeordneter Karl Rombach MdL fordert daher auch mit Blick auf eine mögliche Einschleppung der afrikanischen Schweinepest die effektive Bejagung der Wildschweine im Land, um eine deutliche Reduzierung der Population zu erreichen. Rombach unterstützte deshalb die Initiative von Reinhard Storz, Ortsvorsteher von Gremmelsbach (Stadt Triberg), der in einem Brief mit Datum 19.10.2017 an Landwirtschaftsminister Peter Hauk MdL fragte, was der Minister gegen die „überhandnehmende Schwarzwildpopulation“ tun wolle.
Wildschwein. Foto: Wikipedia; Volker G.
In seiner Antwort vom 29.11.2017 zeigte Minister Hauk die Möglichkeiten zu einer effektiven Schwarzwildbejagung auf. Er weist darauf hin, dass 2015 die Jagdzeit für Schwarzwild verlängert wurde. „Auf Feldflächen und Wiesen kann seit 2015 das Schwarzwild somit ganzjährig gejagt werden.“ Zusätzlich habe die neue Landesregierung zu Beginn der Legislaturperiode die Bejagung von Schwarzwild im März bei günstigen Schneelagen auch im Wald ermöglicht.
 
Auf die besondere Situation in Gremmeslbach geht Minister Hauk ein. Es sei zu berücksichtigen, „ dass das Schwarzwild in den höheren Lagen, zu denen gerade auch der Schwarzwald zählt, im Vergleich zu anderen Landesteilen erst seit verhältnismäßig kurzer Zeit ständig vorkommt.“ Wenn sich diese Wildtierart erst neu ansiedle, müssten jagdliche Strategien erst angepasst und umgesetzt werden, bevor sie ihre volle Wirkung entfalten könnten. Da Schwarzwild in kurzen Zeiträumen große Strecken zurücklegen könne,  empfiehlt der Minister „revierübergreifende Bejagungsstrategien und revierübergreifende Bewegungsjagden mit umfassenden Abschussfreigaben.“

Afrikanische Schweinepest
 
Nach dem Ausbruch der Afrikanische Schweinepest im Osten der Tschechischen Republik besteht auch bei den Tierhaltern in Baden-Württemberg die Sorge über eine möglichen Einschleppung dieser hochansteckenden Tierseuche. Für Rombach neben den zunehmenden Wildschäden ein weiterer Grund, warum die Wildschweinpopulation reduziert werden muss.  Denn so kann einem drohenden Ausbruch der Afrikanischen Schweinepest entgegengewirkt werden. In einem zweiten Schreiben vom 29.11.2017 erklärt Minister Hauk, dass der Ausbruch dieser Tierseuche in Tschechien ein Umdenken in der Schwarzwildbewirtschaftung eingeleitet habe. Maßnahmen für einen eventuellen Seuchenausbruch in Baden-Württemberg werden vorbereitet. Eine verstärkte Bejagung wurde angeregt.