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16.08.2019
Rombach (CDU): Wertvoller Einblick in den Pflegealltag
Pressemitteilung
Landtagsabgeordneter Karl Rombach (CDU, Wahlkreis Villingen-Schwenningen) besuchte jüngst während der parlamentarischen Sommerpause im Rahmen eines Pflegepraktikums den ambulanten Pflegedienst und die Tagespflegeeinrichtung „Lebensgarten“ der Evi Heinze GmbH in Villingen-Schwenningen.
Landtagsabgeordneter Karl Rombach (CDU, Wahlkreis Villingen-Schwenningen) mit der Leiterin der Tagespflegeeinrichtung „Lebensgarten“ der Evi Heinze GmBH, Frau Evi Feist, während des Besuchs der Einrichtung. Bildquelle: Ambulante Pflege Dienste, Evi Heinze
Der Bundesverband privater Anbieter sozialer Dienste e.V. (bpa) initiiert und organisiert jährlich das Programm „Praxis für die Politik“, bei dem Abgeordnete die Möglichkeit haben mit den Pflegebedürftigen und Pflegekräften in intensiven Kontakt zu kommen und aus deren Alltag, von ihren Bedürfnissen und täglichen Herausforderungen zu erfahren. „Intensive und wertvolle Gespräche mit den Betreibern der Pflegeeinrichtungen, ihren Mitarbeitern und natürlich auch den pflegebedürftigen Menschen ermöglichen einen Einblick in den Alltag und sind mir wichtig. Wer die Rahmenbedingungen für die Pflegebetreuung setzt, sollte auch über die praktische Umsetzung vor Ort Bescheid wissen und sich mit der wertvollen Arbeit der Pflege unserer älteren Mitbürger beschäftigen“, sagt Karl Rombach.

 

In Deutschland leben rund 3,5 Millionen pflegebedürftige Menschen. Etwas mehr als die Hälfte wird durch ambulante Dienste und Pflegeheime versorgt. Durch den demographischen Wandel wird sich ihre Zahl bis 2050 auf etwa 5,5 Millionen Menschen erhöhen. Mehr als 15.400 Pflegeeinrichtungen in Deutschland sind in der Hand privater Träger. Im Rahmen des Pflegepraktikums nutzte Karl Rombach die Gelegenheit sich ausführlich mit der Tagespflege vertraut zu machen. Begleitet wurde er dabei von Landesreferentin Pia Donnert-Brehm vom Bundesverband bpa und Evi Feist, der Geschäftsführerin der Tagespflegeeinrichtung „Lebensgarten“. Nach einem Rundgang und vielen Gesprächen mit den Pflegebedürftigen vor Ort, kam Rombach mit seinen Gesprächspartnern auf die Herausforderungen der ambulanten Pflege zu sprechen. Dazu gehört als ein drängendes Problem der Mangel an Fachkräften. „Gemäß des AOK-Pflege-Reports 2019 steigt die Anzahl der benötigten Pflegekräfte in keinem Bundesland so stark wie in Baden-Württemberg. Um die Nachfrage abzudecken, müsste sich die Zahl der Pflegekräfte bis 2050 um über 80 Prozent erhöhen“, sagt Evi Feist. Die Lage sei ernst, Pflegeberufe stünden auf der Liste der Mangelberufe ganz oben. Der Bedarf sei mit Fachkräften allein aus dem Inland schon nicht mehr zu decken. Nicht zuletzt sei die Altenpflege auch ein Wirtschaftsfaktor.

 

Karl Rombach zeigte sich beeindruckt von der in der Pflegeeinrichtung geleisteten Arbeit und verwies angesichts der Herausforderungen des Fachkräftemangels, des demographischen Wandels und den notwendigen privaten wie öffentlichen Investitionsvolumen für die nächsten Jahre auf den politischen Handlungsdruck. „Es gilt die pflegerische Versorgung auch in den kommenden Jahrzehnten und für die nachfolgenden Generationen sicherzustellen. In der CDU-Landtagsfraktion wird die Idee eines verpflichtenden Pflege- und Betreuungsjahres für junge Schulabgänger in unserem Land diskutiert. In meinem Gespräch in der Pflegeeinrichtung habe ich hierzu positive Rückmeldungen erhalten. Mit jungen Menschen im Freiwilligen Sozialen Jahr seien hier bereits gute Erfahrungen gemacht worden“, sagt Rombach.