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21.10.2019
Rombach (CDU) macht sich erneut für Erhalt stark
Letzte Chance für die Michael-Balint-Klinik Königsfeld

Pressemitteilung. Landtagsabgeordneter Karl Rombach MdL (CDU), Wahlkreisabgeordneter für den Wahlkreis Villingen-Schwenningen, setzt sich erneut mit einer E-Mail-Nachricht an Sozialminister Manfred Lucha MdL für den Erhalt der Michael-Balint-Klinik in Königsfeld ein. Rombach hofft, dass die positive wirtschaftliche Entwicklung der Geschäftszahlen in den letzten Jahren in der Sitzung des Landeskrankenhausausschusses am 6. November 2019 Berücksichtigung erfährt und damit die letzte Chance positiv genutzt wird, die Michael-Balint-Klinik zu retten.

 
Die Nachricht im Wortlaut:

Sehr geehrter Herr Minister Lucha,

 

mit Datum vom 21.10.2019 erhielten Sie ein Schreiben von Herrn Bürgermeister Fritz Link der Gemeinde Königsfeld, in dem um die Beratung des Antrags der CRZ GbR (Michael-Balint-Klinik) vom 19.09.2019 auf Aufnahme von 42 Akutbetten in den Krankenhausbettenplan in der Sitzung des Landeskrankenhausausschusses am 6. November 2019 gebeten wird. Herr Bürgermeister Link weist auf die Dringlichkeit des Antrags aufgrund der drohenden Schließung der Michael-Balint-Klinik hin.

 

Als zuständiger Wahlkreisabgeordneter habe ich eine Durchschrift des Schreibens erhalten.

 

Seit Jahren setze ich mich kontinuierlich für die Aufrechterhaltung der psychosomatischen Versorgung der Bevölkerung durch die Michael-Balint-Klinik ein. Dazu habe ich in den vergangenen Jahren fortwährend Gespräche mit Verantwortlichen und Betroffenen, sowohl in Stuttgart als auch vor Ort in Königsfeld geführt. So habe ich ja auch mit Ihnen, werter Herr Minister, und Ihrer Vorgängerin im Amt, den Dialog hierzu geführt.

 

Der Antrag der Klinik auf Aufnahme von 42 Akutbetten in den Krankenhausbettenplan findet meine volle Unterstützung. Die Bedeutung der Klinik erwächst sich nicht nur in der ärztlichen Versorgung für den Schwarzwald-Baar-Kreis und des Umlandes, sondern auch darüber hinaus. Die Klinik kann auf ein erfolgreiches über 25-jähriges Bestehen zurückblicken und verfügt über ein wirtschaftlich tragfähiges und insbesondere auf die Behandlung von Migranten im Zusammenhang mit Flucht, Vertreibung und Gewalterfahrungen spezialisiertes Konzept. Nicht zuletzt in der Behandlung von rund 40 Frauen und Kindern, die mithilfe des Jesidenkontingents der Landesregierung Schutz und Zuflucht gefunden haben, hat sich die Kompetenz der Klinik in der langjährigen Erfahrung mit muttersprachlicher Psychotherapie eindrucksvoll gezeigt. Die ländliche Lage und ihre neutrale Trägerschaft haben über Jahre hinweg zum guten Ruf der Klinik beigetragen. 90% der Zuweisungen erfolgen von Fachärzten aus ganz Baden-Württemberg. Vielfach hat die Vermittlung auch über bereits dort behandelte Patienten stattgefunden. 

 

Der Versorgungsbedarf ist dabei unstrittig. Derzeit gibt es eine Warteliste mit etwa 175 Patienten. Aufgrund der aktuellen politischen und militärischen Auseinandersetzungen im Nahen und Mittleren Osten ist von der Dringlichkeit der Sicherstellung dieses Angebots einer derart spezialisierten psychosomatischen Fachklinik auszugehen. 

 

Trotz der Insolvenz schreibt die Klinik nach wie vor „schwarze Zahlen“. Die Entscheidung der Verlagerung der 42 Akutbetten an andere Standorte halte ich daher auch aus politischen Gründen für einen schweren Fehler. Die Akutbetten bilden den wirtschaftlichen Kern der Klinik. Allein mit den Rehabetten wäre der Betrieb nicht mehr aufrechtzuerhalten. Eine Schließung der Klinik würde nicht nur die Patienten und Mitarbeiter, sondern auch die Standortkommune Königsfeld, den lokalen Handel und das Gewerbe massiv belasten.

 

Sehr geehrter Herr Minister Lucha, wie Sie wissen, ist mir der Klinikstandort Königsfeld ein Herzensanliegen. Angesichts der Situation, wie sie sich darstellt, darf ich Sie um eine wohlwollende Prüfung und Unterstützung des aus meiner Sicht berechtigten und dringenden Antrags und Anliegens der Michael-Balint-Klinik sowie auch der Gemeinde Königsfeld bitten. Den Abschluss eines neuen Versorgungsvertrages halte ich für dringend geboten.  

 

Eine Kopie dieses Schreibens erhalten Herr Fritz Link, Bürgermeister der Gemeinde Königsfeld sowie Herr Sven Hinterseh, Landrat des Schwarzwald-Baar-Kreises. 

 

Mit freundlichen Grüßen

 

Karl Rombach MdL

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Karl Rombach

Mitglied des Landtags von Baden-Württemberg

Ihr Abgeordneter des Wahlkreises Villingen-Schwenningen