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24.04.2020
Rombach: Dramatische Situation unseres Waldes erfordert Nasslagerkapazitäten
Pressemitteilung

Landtagsabgeordneter Karl Rombach MdL (CDU, Wahlkreis Villingen-Schwenningen) erklärt: „Die dramatische Situation unseres Waldes erfordert die Schaffung der notwendigen
Nasslagerkapazitäten auch im südbadischen Raum.“ Durch die Corona-Krise habe sich die Situation in den Wäldern des Schwarzwald-Baar-Kreises wie fast im ganzen Land weiter verschärft.


„Auf die Dürre folgte der Borkenkäfer, die Stürme „Sabine“ und „Bianca“ verursachten zusätzlich erhebliche Mengen Schadholz“, berichtet Rombach. Durch das milde Frühjahr und die ausbleibenden Regenfälle drohe eine erneute Verschlechterung. Die Personalausfälle aufgrund der Corona-Pandemie führten in dieser Situation zu einer Verzögerung beim Transport und der Weiterverarbeitung des Schadholzes, europaweit ist der Holzabsatz zurückgegangen.


„Doch Fällungen im größeren Ausmaß sind jetzt notwendig“, erklärt Rombach, „Ein erneuter massiver Borkenkäferbefall muss verhindert werden, die stockende Holzabfuhr aus den Wäldern muss aufgefangen werden. Eine schnelle und pragmatische Einrichtung von Nasslagern ist dafür die bewährte Lösung, wie sie zum Beispiel auch nach dem Orkan Lothar genutzt wurden.“

 

Aktuell würden im Schwarzwald-Baar-Kreis drei Nassholzlager betrieben, wie zum Beispiel das Lager „Krumpendobel“ (Gemeinde Vöhrenbach), drei weitere seien beantragt. Darüber hinaus fordert Rombach die Reativierung der Nassholzlager „Schollach“ und „Windgfäll“ im angrenzenden Landkreis Breisgau-Hochschwarzwald. Beide seien in den Jahren nach dem Orkan Lothar bereits genutzt worden.

 

Die schnelle und pragmatische Einrichtung der nötigen Nasslager werde jedoch durch das Vorgehen der Umweltbehörden vor allem durch teils sehr enge Auslegung der rechtlichen Vorgaben verhindert. Rombach erwartet vom zuständigen Minister Untersteller, dass er hier tätig wird und landesweit eine zügige Genehmigung von Nasslagern durch entsprechende Vorgaben ermöglicht. „Wir können uns in dieser dramatischen Situation keinen unnötigen Bürokratieaufwand leisten. Wir müssen zu praxistauglichen Lösungen kommen, um den nachhaltigen Bestand der Wälder in unserem Land sicherzustellen“, so Rombach.