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14.08.2019
Rombach: Schienenverkehr stärken, Straße entlasten
Pressemitteilung
Landtagsabgeordneter Karl Rombach (CDU, Vorsitzender des Verkehrsausschusses) sieht verstärkten Handlungsbedarf beim Transport von Waren und Gütern auf Baden-Württembergs Schienen. Zuverlässigkeit und Pünktlichkeit seien dabei die wichtigsten Kriterien für Unternehmen und trügen zu einer positiven Entscheidung für den Gütertransport auf der Schiene bei. Der Verkehrsausschuss des Landtags von Baden-Württemberg steht regelmäßig mit Unternehmervertretern und den Industrie- und Handelskammern im Austausch, um praktische Erfahrungsberichte über die Effizienz und Praktikabilität der Verkehrswege im Land zu erlangen.
„Ich begrüße die grundsätzlich positive Haltung der Unternehmen zum Güterverkehr auf der Schiene. Nur wenn wir auch im Bereich von Transport und Logistik die Straße entlasten, können wir Ökonomie und Ökologie in Einklang bringen und zum Erreichen der Klimaziele beitragen“, sagt Karl Rombach. Jedoch seien auch konkrete Schwierigkeiten vorhanden und es sei sinnvoll über einige qualitative Verbesserungen nachzudenken, wie Karl Rombach aus Gesprächen mit Speditionsunternehmern berichtet und in einem Schreiben an Thorsten Krenz, den Konzernbevollmächtigten der Deutschen Bahn in Baden-Württemberg zur Sprache gebracht hat.

 

So wird an den Umschlagbahnhöfen in Baden-Württemberg häufig von massiven Beeinträchtigungen berichtet, was die Spediteure vor große Probleme stelle, da für die Beladung von Containern meist nur eine kurze Zeitspanne eingeplant sei und die meisten Terminals in Deutschland nur eine sehr geringe Lagerkapazität für beladene Container eingeplant hätten. Die Transportleistung werde dabei sowohl von Unternehmen der Deutschen Bahn als auch von privaten Anbietern angeboten und durchgeführt. Nicht an allen Umschlagbahnhöfen im Land gibt es externe Lastlager und Leerdepots. Aus Sicht der Wirtschaft seien ebenso Verbesserungen beim Verladen nötig, da Container, die in die Lastdepots der Deutschen Bahn eingelagert werden, derzeit noch per Lkw aus der Kranbahn gefahren werden. Terminals könnten für die Nutzung von Verladekränen umgerüstet werden. In Baden-Württemberg betreibt die DB Gesellschaft DUSS (Deutsche Umschlaggesellschaft Schiene-Straße) sechs Terminals (Karlsruhe, Kornwestheim, Stuttgart, Ulm, Basel, Mannheim).

 

Wie DB-Konzernbevollmächtigter Thorsten Krenz in seiner Antwort verlauten lässt, arbeitet die Deutsche Bahn mit ihren Partnern im Kombinierten Verkehr an kurzfristig wirkenden Initiativen, die die Arbeit auf den Umschlagbahnhöfen erleichtern sollen. Dazu zählen Elemente der Digitalisierung, mit der die handelnden Akteure über Zugankünfte und andere zeitlich aufeinander abgestimmte Informationen zugreifen können, um so eine engere Verzahnung der Akteure sicherzustellen. Die DUSS arbeite außerdem an der Optimierung von Terminalprozessen sowie räumlichen und infrastrukturellen Verbesserungen, wonach die Terminalkapazitäten erhöht werden könnten. Dazu sei der Zusammenschluss und der Dialog aller Beteiligter erforderlich, wie Krenz berichtet. Dazu würden an den betroffenen Terminalstandorten „Runde Tische“ mit allen Beteiligten durchgeführt.

 

Auch langfristige Maßnahmen seien nach Angaben der Deutschen Bahn in Planung. So werde in Kornwestheim ein 3. Umschlagmodul geplant, in Ulm in Kürze ein 3. Umschlagkran in Betrieb gehen und darüber hinaus ein 2. Umschlagmodul entstehen, das sich auf den Seehafenhinterlandverkehr spezialisieren soll. „Die Politik muss dabei auch den Willen haben, damit neue Terminalanlagen und erweiterte Module einfacher und schneller entstehen können. Gesetzliche Anforderungen sollten dabei möglichst unbürokratisch und unkompliziert gestellt sein“, sagt Karl Rombach. Maßnahmen zur Entlastung von Straßen auch im Güterverkehr zu ergreifen, liege dabei im allgemeinen Interesse aller Beteiligter. Dazu zähle auch eine allgemeine Stärkung des Schienennetzes, wie etwa der rasche Ausbau der Gäubahn als Schienenverbindung zwischen Stuttgart und Zürich. Auch sei der Güterverkehr auf der Straße durch eine Genehmigung von sogenannten Lang-Lkws deutlich zu entlasten, da durch die erhöhten Transportkapazitäten schlussendlich weniger Lkws auf den Straßen unterwegs seien, so Rombach.