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09.01.2020
Rombach: Nachhaltigkeitsgedanke im Schulunterricht verankern
Pressemitteilung
Landtagsabgeordneter Karl Rombach (CDU, Wahlkreis Villingen-Schwenningen) fordert eine breite Verankerung des Themenkomplexes Klimaschutz und Nachhaltigkeit an den baden-württembergischen Schulen. Dem Nachhaltigkeitsgedanken und der praktischen Umsetzung im Alltag müsse ein starker Fokus eingeräumt werden, möglich sei dabei etwa auch ein eigenes Schulfach, um das Thema im großen Zusammenhang darzustellen. „Nicht nur, aber auch aufgrund der aktuellen gesellschaftlichen Debatte um Klimaschutz, halte ich die Lernvermittlung einer nachhaltigen und naturbewussten Lebensweise an unseren Schulen im Land für wichtig. Kernkompetenzen zur nachhaltigen Entwicklung sollten eine herausragende Stellung im Kanon der Schulfächer einnehmen“, sagt Rombach, der sich diesbezüglich auf persönlichem Wege an Kultusministerin Dr. Susanne Eisenmann (CDU) gewandt hat.
Wie aus dem Antwortbrief von Ministerin Eisenmann hervorgeht, wurde der „gesellschaftlichen Querschnittsaufgabe“ der nachhaltigen Entwicklung im Rahmen der letzten Reform des Bildungsplans eine große Bedeutung zugemessen. Im Bildungskonzept Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE) komme dies als allgemeine und fachübergreifende Leitperspektive im Unterricht zum Ausdruck. Alle Fächer bzw. die Lehrerinnen und Lehrer seien aufgefordert, einen fachspezifischen Beitrag zum Erwerb von Nachhaltigkeitskompetenzen zu leisten, so die Ministerin in ihrer schriftlichen Antwort. Dabei spielten die Beachtung der natürlichen Grenzen der Belastbarkeit des Planeten Erde, die Sensibilisierung von globalen und sozialen Ungerechtigkeiten sowie generelle Verantwortungsübernahme und der Umgang mit Risiken und Unsicherheiten eine Rolle.

 

Karl Rombach begrüßt diesen Denkansatz und den daraus resultierten Anspruch an das Schulsystem. „Hier ist es gut über einen Perspektivwechsel zu sprechen. Nachhaltigkeit, Klima- und Umweltschutz sind nicht nur Aufgaben der Landwirtschaft, des Energiesektors und des Verkehrssektors, sondern Teil einer persönlichen Lebenseinstellung. Ohne einen sachgerechten und kompetenten Umgang mit diesen Fragen ist eine lebenswerte Zukunft nicht möglich“, so Rombach.

 

Auch im Wahlkreis Villingen-Schwenningen werden verschiedene Bildungsinitiativen vor dem Hintergrund des Konzepts BNE stetig weiterentwickelt. Auf dem Gebiet des Naturparks Südschwarzwald gibt es das Projekt der Naturpark-Schulen. Karl Rombach war 2011 zugegen, als in Schonach die erste Naturpark-Schule ins Leben gerufen wurde. Hier werden auf Basis des Bildungsplans die Themen der Nachhaltigkeit und des Umweltbewusstseins praxisorientiert vermittelt, Landwirte, Handwerker und Vereine stellen ihre Erfahrungen zur Verfügung. Das Netzwerk der Naturpark-Schulen strebt eine Etablierung des Konzepts in möglichst vielen Gemeinden im Naturpark an. Der Schwarzwald-Baar-Kreis setzt beim Thema Energieeinsparung und individueller Beitrag zum Klimaschutz ebenfalls auf die Kooperation mit Schulen. So wurde 2019 der Energiewettbewerb „Wir für unsere Zukunft“ durchgeführt, bei dem Schüler an den weiterführenden Schulen im Landkreis dazu aufgerufen waren, sich über persönliche Beiträge für einen niedrigeren Energieverbrauch Gedanken zu machen.

 

Bereits 2017 wurde das Konzept BNE in Baden-Württemberg im bundesweiten Vergleich positiv hervorgehoben. Seit Herbst 2019 können sich Schulen im Land über das BNE-Netzwerk vernetzen und nachhaltiges Engagement sichtbar machen. Auch im Hochschulbereich besteht ein solches Netzwerk. Karl Rombach zeigt sich über dieses Engagement vonseiten der Landespolitik und der Bildungseinrichtungen erfreut. „Ich begrüße, dass über das Konzept Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE) der Nachhaltigkeitsgedanke breit an den Schulen thematisiert und über die Verankerung im Bildungsplan auch gelehrt wird. In seiner Breite muss dieses Thema auch im großen Zusammenhang gesehen werden. Es ist schön zu hören, dass es die Aufmerksamkeit hierfür im Bildungsbereich gibt und Baden-Württemberg mit dem Bildungskonzept an dieser Stelle eine Vorreiterrolle einnimmt“, sagt Rombach, dem das Thema Nachhaltigkeit seit je her am Herzen liegt.

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