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03.04.2020
Planungssicherheit und Investitionsmöglichkeiten für die Hochschulen
Pressemitteilung
Mit der Unterzeichnung der Hochschulfinanzierungsvereinbarung 2021-2025 hat die Landesregierung die finanzielle Mittelausstattung der baden-württembergischen Hochschulen und Universitäten für die kommenden Jahre auf eine feste Grundlage gestellt. Der Wissenschaftsstandort Baden-Württemberg wird mit einem verlässlichen finanziellen Aufwuchs von durchschnittlich 3,5 Prozent pro Jahr gestärkt. „Dies ist ein klares Bekenntnis für Forschung und Lehre im Land der Dichter und Denker, der Tüftler und Erfinder“, freut sich Landtagsabgeordneter Karl Rombach (CDU, Wahlkreis Villingen-Schwenningen). Nach zehnmonatiger Verhandlung herrsche nun Klarheit: „In Hinblick auf Personal und technische Ausstattung, aber auch was Forschungsprojekte und wissenschaftliche Schwerpunkte angeht, gibt es jetzt Planungssicherheit für unsere vielfältige Hochschullandschaft. Die vorhandenen Gelder können zielgerichtet in die Stärkung der Lehre, den Erhalt der Studienkapazitäten und den notwendigen Ausbau der Digitalisierung investiert werden“, sagt Rombach.
Zum Hochschulsystem Baden-Württemberg zählen rund 350.000 Studierende und 125.000 wissenschaftliche Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, Professorinnen und Professoren, Lehrbeauftragte und wissenschaftsunterstützendes Personal in der Verwaltung, den Bibliotheken oder der Technik. Auch die Hochschule Furtwangen und der Standort der Dualen Hochschule Baden-Württemberg in Villingen-Schwenningen können nun im Rahmen der neuen Hochschulfinanzierungsvereinbarung verlässlich planen und zur Verfügung stehende Gelder gezielt investieren. Mit der Vereinbarung stellt das Land den Hochschulen doppelt so viele zusätzliche Landesmittel pro Jahr zur Verfügung wie in der aktuell laufenden Vereinbarung. Dies entspricht einem Betrag von rund 1,8 Milliarden Euro.

 

„Ich freue mich darüber, dass auch unsere Hochschulen im Schwarzwald-Baar-Kreis nun über deutlich mehr Geld verfügen und ihre Forschungsarbeit in wichtigen Bereichen, wie etwa der angewandten Gesundheitswissenschaften und der digitalen Zukunft der Pflege ausbauen können. Mit Herrn Prof. Schofer, Rektor der Hochschule Furtwangen, hatte ich darüber während der noch laufenden Verhandlungen des Landes mit den Hochschulen im vergangenen Sommer gesprochen. Die Vereinbarung greift dabei wesentliche Forderungen der Hochschulen auf. Es ist gut, wenn nun die aktuelle Vereinbarung der Dynamisierung und den Kostensteigerungen der letzten Jahre Rechnung trägt und die zahlreichen neuen Aufgaben, die im Wissenschaftsbereich entstanden sind, mitberücksichtigt“, sagt Karl Rombach.

 

Weitere Landesmittel zur Bewältigung der gesteigerten Anforderungen und Möglichkeiten der digitalen Lehre kommen der Hochschule Furtwangen auch im Rahmen der Digitalisierungsstrategie digital@bw zugute. Mit 365.886 Euro fördert das Wissenschaftsministerium das Projekt Mixed and Augmented Reality in Blended Learning Environments (MARBLE), das die Hochschule Furtwangen gemeinsam mit der Universität Freiburg betreibt. MARBLE ermöglicht Studierenden der Archäologie virtuell über antike Mosaiken gehen und deren Bilder und Inschriften in kleinen Teams untersuchen zu können. So lassen sich Räume und Orte virtuell besuchen, die aus konservatorischen Gründen nicht zugänglich sind (z. B. Höhlenfundplätze, Katakomben). Mithilfe sogenannter virtueller und erweiterter Realität lassen sich wissenschaftliche Inhalte zunehmend visualisieren und weiterentwickeln.