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15.02.2020
Rombach (CDU): Wasserstoff Energieträger der Zukunft
Automobilzulieferer: Wasserstoffregion Schwarzwald-Baar-Heuberg
Am 13. Februar 2020 trafen sich Vertreter von Unternehmen, Politik und Forschung am Innovations- und Forschungscentrum (IFC) in Tuttlingen zum Auftakt der Wasserstoffregion Schwarzwald-Baar-Heuberg, darunter Minister Guido Wolf MdL. Die Wasserstoffinitiative „H2-Regio SBH“ ist ein Ergebnis der Arbeit von Landtagsabgeordnetem Karl Rombach MdL (Wahlkreis Villingen-Schwenningen), der bereits im Sommer 2019 Wasserstofffachleute zusammengebrachte hatte, um Konzepte und Projekte für die Region zu entwickeln.
Rombach erklärt: „Wir erleben eine Veränderung des Energiesystems hin zu erneuerbaren Energien. Wasserstoff wird in der Zukunft ein bedeutender Energieträger werden.“ Der Anteil von Kohle und Erdöl an der Energieversorgung werde immer mehr abnehmen. „Das betriff auch das Auto und daher auch die mittelständische Zuliefererindustrie bei uns in der Region Schwarzwald-Baar-Heuberg.“
 
Angesichts der Schwierigkeiten im Automobilsektor sieht Rombach in der Wasserstofftechnologie gerade für die mittelständischen Zulieferer in der Region neue Geschäftsmöglichkeiten, um sich im internationalen Wettbewerb neu zu positionieren. „Denn die Wasserstofftechnologie erfordert ähnliche Fähigkeiten wie die Verbrennertechnologie.“ Dabei böte die Erzeugung und die Nutzung von Wasserstoff viele Anwendungsmöglichkeiten: Autos, Züge und Schiffe können mit Wasserstoff fahren. Beim Einsatz erneuerbaren Energien für die Stromversorgung sieht Rombach den Wasserstoff in einer Schlüsselfunktion. „Energie aus Windrädern und Solaranlagen kann mit Wasserstoff gespeichert werden. Strom kann dann mit diesem Wasserstoff erzeugt werden.“
 
Den Weltmarkt im Blick
 
Die Japaner und die Südkoreaner hätten aktuell bei der Wasserstofftechnologie die Nase vorne, auch die Chinesen seien engagiert, sagt Rombach, und weiter: „Es muss jetzt verhindert werden, dass deutsche Unternehmen ins Hintertreffen geraten, wie das bei der Herstellung von Photovoltaikanlagen geschehen ist. Die Region Schwarzwald-Baar-Heuberg und bis hinunter zum Bodensee hat großes Potential, ihre vorhandene Abhängigkeit vom Verbrennungsmotor zu reduzieren und sich zukunftsfähige Geschäftsmodelle als Zulieferer und Anwender für die Wasserstofftechnologie zu erarbeiten.“ Dieser Umbau würde laut Rombach hohe Investitionen in die Aus- und Weiterbildung der Studenten, der Ingenieure und Facharbeiter erfordern. Es müsse in Test- und Prüfeinrichtungen investiert werden.
 
Wasserstoffprojekt in Planung
 
„Die Wasserstoff-Initiative plant bereits die Umsetzung eines Projektes, für das 300.000 Euro im Landeshaushalt bereitsehen“, berichtet Rombach, „Prof. Frank Allmendinger vom Hochschulcampus Tuttlingen, Waldemar Epple vom Automotive Engineering Network aus Karlsruhe und Christian Klaiber von der Initiative Zukunftsmobilität aus Trossingen haben das Projektkonzept auf Anregung und mit meiner unterstützenden Begleitung in äußert kurzer Zeit erstellt. Das Zentrum für Sonnenenergie- und Wasserstoff-Forschung Baden-Württemberg (ZSW) in Ulm konnte als Projektpartner gewonnen werden. Die CDU-Landtagsfraktion hat schließlich erreicht, dass 300.000 Euro für das Projekt im Doppelhaushalt 2020/2021 eingeplant sind.“
 
Titelbild:
Unterstützer und Initiatoren der Wasserstoffregion Schwarzwald-Baar-Heuberg (v. l.n.r.): Minister Guido Wolf MdL (Wahlkreisabgeordneter Tuttlingen), Karl Rombach MdL (Wahlkreis Villingen-Schwenningen), Waldemar Epple vom Automotive Engineering Network aus Karlsruhe, Prof. Frank Allmendinger vom Hochschulcampus Tuttlingen, Christian Klaiber von der Initiative Zukunftsmobilität aus Trossingen und Claus Paal MdL (Wirtschaftspolitischer Sprecher der CDU-Landtagsfraktion). Foto: Büro Rombach.

 
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